Mittwoch, 12. November 2014

Du realisiert so richtig, dass Du Mama bist wenn...


  • Du um halb eins Mittags noch im Bademantel unterwegs bist
  • Du vergisst, welcher Wochentag ist und auch die Uhrzeit interessiert nicht bzw. nur partiell, denn Du richtest deinen Tag nach deinem Baby aus und timest alles nach Fütterungszeiten
  • Du ständig darüber nachdenkst, ob Dein Kind auch genug trinkt, zunimmt, nasse Windeln hat, schläft (ja hatte ich erwähnt dass Luisa an die 18-20 Std. schläft?) 
  • Du bei jedem Niesen oder seltsamen Gesichtsausdruck den Teufel an die Wand malst und dich fast hyperventilierend erstmal mit Selbstgesprächen beruhigen musst
  • Du schon in den ersten Wochen den Handyspeicher mit Fotos voll hast und jedes Mal denkst: den Gesichtsausdruck muss ich aber auf jeden Fall festhalten
  • Du auf einmal mit einem Kinderwagen vor die Türe gehst und in der Stadt nur noch nach anderen Kinderwägen Ausschau hältst
  • Du plötzlich ganz nah am Wasser gebaut bist und einfach alles soooo süß findest
  • Du dich nachts trotz der schlimmsten Müdigkeit wankend aus dem Bett pellst, um die Pumpe anzuwerfen (leider hab ich immernoch Probleme mit dem Stillen)
  • Du eigentlich die Zeit Nutzen könntest, in der dein Baby schläft und aber vorsichtshalber doch lieber daneben sitzen bleibst, für den Fall dass sie aufwacht
  • Du ein mittleres Chaos in der Wohnung plötzlich viel besser erträgst, weil Du einfach zu müde bist, es wegzuräumen
  • Du Dich nachts kaum traust, Dich zu bewegen und mit Genickstarre aufwachst, weil Du gerade dein Baby beruhigt hast und es im Arm eingeschlafen ist 
  • Du nicht merkst, dass Du zwei verschiedene Socken trägst und wenn Du darauf hingewiesen wirst, nur müde darüber lächelst
  • Du den Papa mit deinem Kind auf dem Arm ansiehst und vor Glück am liebsten einen Stepptanz hinlegen würdest
  • Du merkst, dass Dein Leben jetzt anders ist und Du dir nicht mehr vorstellen kannst, wie es vorher war - weil es zwar anstrengend und neu ist aber eben auch einfach das Schönste und Beste, was Dir passieren konnte!

Ich glaube diese Liste könnte ich ohne Probleme noch endlos fortsetzen :) Hab ich im letzten Post eigentlich erzählt, dass wir umziehen? Nein? Dann muss ich das jetzt nachholen. Der Umzug findet nicht im Dezember oder Januar statt, ne ne, wir ziehen jetzt kommenden Samstag um - mit einem drei Wochen alten Baby. Ihr fragt Euch, ob wir noch ganz frisch im Kopf sind oder?! Eigentlich völlig wahnsinnig die Aktion - aber es ging eben einfach nicht anders. Entschieden hat sich das Ganze auch erst so final Ende Oktober, so dass wir auch ganze zwei Wochen Vorbereitungszeit hatten jetzt. Noch besser! Aber ein kleiner Trost: Wir ziehen nur ein Stockwerk nach unten, von daher ist es hoffentlich ein weniger stressiger Umzug. In der Wohnung unten ist im Grunde alles gleich: die Zimmeranzahl und sogar der Schnitt ist identisch. Aber: wir haben künftig einen Garten und eine coolere Küche (die Küche unserer Vormieter ist viel geräumiger und wurde daher natürlich mit abgekauft).

Somit haben wir momentan allerhand zu tun - wobei mein Liebster erst seit Montag wieder arbeitet und ich diese Woche noch meine Mutter zu Besuch habe. Richtig vorbereitet habe ich eigentlich auch noch nichts - damit fange ich dann morgen an :) Wobei wir ja immer die "Ausrede" haben, dass man das meiste ja sowieso einfach so runtertragen kann und nur wenige Schränke ausräumen muss. Ich sag Euch, ich bin so gespannt - da ich unserer Luisa den Stress nicht zumuten möchte und selbst auch noch nicht 100% fit bin (jetzt hab ich wieder Hüftschmerzen!) werde ich weitestgehend gar nicht anwesend sein. Drückt uns bitte die Daumen, dass alles schnell über die Bühne geht.

So heute gibt es mal eine Premiere: Einen Post ohne Bilder :) Dafür zeige ich beim nächsten Mal, was für tolle Geschenke wir bekommen  haben und wie wir uns so umzugstechnisch dann doch noch verändert haben, was die Einrichtung angeht.

Vielen lieben Dank für Eure lieben Worte und Glückwünsche zur Geburt, wir haben uns sehr gefreut! Und außerdem freue ich mich über einige neue Leserinnen, schön dass ihr da seid. Ich hoffe Ihr verzeiht mir die Pausen, ich schaffe es aber momentan einfach nicht anders.

♥ ♥ Glori

Montag, 3. November 2014

Endlich ist unsere Luisa da und wir sind verliebt!

Endlich kann ich Euch auch die frohe Nachricht überbringen:
Unsere Tochter Luisa ist am 24.10. morgens um 5:22 Uhr zur Welt gekommen. 

Die Geburt war auch eine ziemlich schnelle Angelegenheit, um 0:15 Uhr nachts hab ich Anzeichen bekommen, wusste aber erst nicht mal ob das Wehen sein können. Um kurz nach eins waren wir dann im Krankenhaus, weil sich relativ schnell herausstellte, dass es Wehen sind :) und die schon alle sieben Minuten kamen. Dann ging es irgendwie total schnell nach der Aufnahme im Kreißsaal und erstem Befund, waren es für mich gefühlt vielleicht so 1-2 Stunden und dann war unsere Kleine plötzlich da!

Leider musste ich dann, nachdem ich dachte alles schon so schnell überstanden zu haben, noch operiert werden, da die Plazenta sich scheinbar teilweise verhakt hatte und einfach nicht kommen wollte. Super Sache! Das war ganz schön schlimm für mich, meinen Liebsten und die Kleine da sitzen zu sehen und dann so mit beginnenden Kreislaufversagen in den OP transportiert zu werden. Aber die Ärzte haben ganze Arbeit geleistet, vor allem der Anästhesist, der mir versicherte, dass ich in einer Stunde wieder wach und fit bei den beiden sein werde.

Fast richtig, es waren dann 1,5 Stunden aber er behielt Recht. Leider hab ich viel Blut verloren, so dass ich jetzt einen extrem niedrigen Eisen bzw. HB-Wert habe, der im Krankenhaus trotz Infusion und Tabletten weiter abgefallen ist. Und hab ich schon den supertollen grippalen Infekt erwähnt, der mich schon eine Woche vor der Geburt gequält hat und dann natürlich nochmal so richtig aufgeflammt ist nach der OP?

Nun ja, es war nicht einfach, daher waren wir auch einige Tage im Krankenhaus, was aber zum Glück im Familienzimmer mit meinem Schatz und der Kleinen dann halb so schlimm war.

Aber viel wichtiger ist, dass unsere Kleine gesund ist und dazu sehr ausgeglichen.Ihr Rhythmus ist ein wenig verschoben, daher ist sie nachts mit Vorliebe wach und schläft den Tag über. Das hat sich zwar schon leicht verändert seit der Geburt, aber dauert sicher noch bis sich der Tag-Nacht-Rhythmus eingependelt hat.

Mich überkommen so viele unbeschreiblich schöne Gefühle seit der Geburt - ich bin echt überglücklich und trotz dass ich gar nicht nah am Wasser gebaut bin, verdrücke ich jetzt gerne mal ein paar Tränchen, wenn ich die Kleine so anschaue! Sie ist unser Wunder, unser Wunschkind und ich finde sie so wunderschön - ich kann sie einfach stundenlang ansehen und mir wird nicht langweilig. Alles an Ihr ist perfekt, ich konnte es mir in der Schwangerschaft nie so richtig vorstellen, wie sie wohl aussehen mag - und jetzt ist sie einfach das schönste Baby der Welt :) Ich bin natürlich null objektiv, is ja klar!


Außerdem finde ich sie schon total niedlich, eine richtige kleine Charaktere, sie weiß auf jeden Fall schon, was sie will :) Dazu kommen aber auch Angstgefühle: Was mache ich nur, wenn sie krank ist, wenn sie Fieber hat, wenn ich alleine zuhause bin ohne meinen Schatz? Wenn ich irgendwann mal arbeiten gehen soll? Kennt Ihr das auch? Nimmt das irgendwann ab?

Oben seht ihr auch noch unser Kinderzimmerfenster, dass von der lieben Family total süß geschmückt wurde. Auch in der Wohnung gab es noch Überraschungen und schon so viele liebe Geschenke von unseren Freunden und Verwandten... Jetzt muss nur noch das Stillen besser klappen - durch die ganzen Baustellen im Körper, ist die Milchbar noch nicht so prall gefüllt und ich muss zufüttern. Aber ich habe Geduld und geb alles!

♥ ♥ Glori